HTC Flyer im Test

veröffentlicht am 20. Juni 2011

Das HTC Flyer-Tablet läuft auf dem Betriebssystem Android 2.3.3 mit HTC Sense 2.1. Die Oberfläche ist attraktiv mit mehreren Startbildschirmen, die mit einer Wischbewegung und 3D-Effekt gewechselt werden können. Nach dem eigentlichen Startmenu (mit Zeit, lokalem Wetter und den wichtigsten Anwendungen) folgen Kontakte, News (mit GoogleReader), My Shelf (mit den eBooks), E-Mail und dem FriendStream. Alle Google-Anwendungen sind gut integriert – von Google Mail über Kontakte, Reader bis hin zu Maps und Google Latitude. Der Android Market bietet mittlerweile auch zahlreiche Apps für den täglichen Bedarf: Dropbox, Kindle, Evernote, DocumentsToGo, Skype und viele mehr.

Die äussere Erscheinung: Der Rahmen mit Alubody und weissem Plastik wirkt weniger elegant als Konkurrenzprodukte. Mit einem Gewicht von 420 Gramm liegt der Flyer gut in einer Hand. Das Tablet lässt sich sowohl im Hochformat (mit einer Hand) wie auch im Querformat gut bedienen. Die virtuellen Buttons im Rahmen sind immer an der jeweiligen Unterseite. Sie „wandern“ also je nach Ausrichtung des Geräts – ein überraschendes und nützliches Feature.

Der HTC Flyer lässt sich als externe Festplatte an den PC anschliessen, nachdem ein entsprechender Dialog erschienen und die entsprechende Option gewählt worden ist. Auf diese Weise lassen sich Dateien vom PC auf das Tablet kopieren. Im Vergleich zum geschlossenen System des iPad ist der Transfer von Daten auch nicht viel einfacher. Auch beim HTC Flyer nutze ich Dropbox als virtuelles Laufwerk in der Wolke. Ein USB-Stick lässt sich auch hier nicht einfach so anschliessen.

Als E-Book-Reader ist der Kobo-Reader installiert, der auch die Adobe ID verwaltet. Dadurch erhält man Zugriff auf die über die eigene Adobe ID gekauften Bücher im Store. Das Hochladen eigener eBooks erfolgt über das Kopieren der Files ins Dateisystem in den Ordner Books. Nach der Synchronisierung werden die eigenen E-Books im EPUB-Format auf dem Startbildschirm My Shelf und in der App Reader angezeigt. Die Darstellung auf dem 7-Zoll-Bildschirm ist etwas beengt, die Seite wirkt etwas gar schmal (im Hochformat). Aber insgesamt klappt die Buchanzeige tadellos.

Screenshot (via Evernote) vom Startbildschirm My Shelf auf dem HTC Flyer

Eine der Besonderheiten des HTC Flyer ist der spezielle Stift. Er dient dazu, auf jeder beliebigen Ebene  handschriftliche Notizen anzubringen. Nett ist die Synchronisation von Screenshots (ausgelöst durch den Stift) mit der App Evernote. Die handschriftliche Notiz wird als Bild mitgeschickt. Mit dem Stift kann man Textstellen markieren und diese dann als Notiz sichern.

Die virtuelle Tastatur ist natürlich kleiner als bei 10-Zoll-Tablets. Für kurze Texte (Mails, SMS) ist das kein Problem, aber bei umfangreicheren Texten ermüdet man schnell und muss viel korrigieren. Wobei die Korrekturfunktion ziemlich ausgefeilt ist. Bekannte Worte werden vorgeschlagen  und neue Wörter können direkt ins Wörterbuch übernommen werden. Bei den 7-Zoll-Tablets stellt sich schon die Grundsatzfrage, ob sie für eine Smartphone zu gross und für ein Arbeitsinstrument zu klein sind. In dem relativ kurzen Text kann ich diese Frage nicht beantworten. Aber es wartet schon das ASUS Eee Pad Transformer, das mit einem 10-Zoll-Bildschirm ausgestattet ist…

 

1 Response to HTC Flyer im Test

  1. Rudolf Mumenthaler auf Juni 21, 2011 von 12:47 pm says:

    Kurzer Nachtrag: Ich habe das HTC Flyer Tab in meiner Tasche transportiert, verpackt in die mitgelieferte (notabene hässliche) Kunstlederhülle. Zu Hause bemerkte ich mit Schrecken, dass eine Druckstelle auf dem Screen zu sehen war: eine Verfärbung des Screens von etwa 2×3 cm Umfang. Ich dachte, das Gerät sei kaputt, doch als ich mit dem Daumen relativ starken Druck auf die Oberfläche gab, löste sich diese Druckstelle wieder. Fazit: das Gerät ist nicht kaputt, aber offenbar heikel. Der Bildschirm ähnelt von der Beschaffenheit eher einem Flachbildschirm, bei dem auch Druckstellen entstehen, falls man unsinnigerweise mal drauf drückt. Aber bei einem Touchscreen erwarte ich eine stabilere Oberfläche. Für diese Schwachstelle gibt es also Minuspunkte von meiner Seite…

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